3. Tag

Rauf auf 30 cm

Jetzt gehts schon mutiger zur Sache: kurz abheben und rauf auf 20 bis 40 cm. Meine Pumpe geht wie verrückt. Ganz schön stressig, aber irgendwie schon Klasse Die Steuerkommandos kommen auch schon richtig; nur noch zu spät und zu stark. Ich muss mich zwingen, nur leicht zu korrigieren. Im Vergleich mit dem V-Hubi von damals bin ich nach insgesamt nichtmal einer halben Stunde weiter, also ich es je war. Wenn ich mich sehr konzentriere, kann ich ihn für einige Sekunden halbwegs kontrollieren bevor ich an die Flugraumgrenzen stoße. Aber eines bereitet mir Kopfzerbrechen: *Manchmal* fängt der Hubi nach einigen Sekunden an, sehr unruhig zu werden und torkelt extrem schnell um die Hochachse. Leider ist dies bislang unreproduzierbar und tritt ganz spontan auf. Ich habe eine ungleiche oder zu lose Befestigung der Rotorblätter im Verdacht. Aber ich kann dem nicht weiter nachgehen, da zum einen der Akku anfängt, zu schwächeln und dann noch ein zweiter gravierenderer Punkt da ist:
Meine Tochter quängelt und will jetzt endlich, wie versprochen, auf den Spielplatz. Also wird etwas vorzeitig abgebrochen und nachgeladen.

4. Nachladen: 475mAh (Akku war ja nicht ganz leer)

3. Tag, abends

Die Torkelei

So, jetzt wird mal dem lästigen Torkeln nachgegangen: Da ich mit dem Trainingslandegestell im Wohnzimmer nur selten Feindberührung mit dem Boden habe, probiere ich nun, die Rototblätter symmetrisch auszurichten und "richtig anzuknallen". Das scheint besser zu funktionieren. Nur muss ich momentan ins Gästezimmer ausweichen, da mein Töchterchen schon schläft. Der zur Verfügung stehende Platz wird daher sehr eng: ca 1 Quadratmeter belibt übrig. Ich will es aber wissen ;-). Nach einigen Hopsern macht sich die Erkenntnis breit, dass der Bodeneffekt bei den vielen Hindernissen und Verwirbelungen im Zimmer den Heli hin- und herschiebt. Also jetzt Top oder Flop. Da ich mich nach den wenigen geflogenen Minuten noch recht gut konzentrieren kann, probiere ich zum ersten Mal, aus dem Bodeneffekt rauszukommen: Schnell rauf auf 60 cm. Der Heli wird tatsächlich leichter steuerbar. "steuerbar" ist dabei aber immer noch relativ. Trotzdem gelingt es mir, den Heli bis auf das Gästebett zu fliegen und dort zu landen!
Die Wiederholungsversuche schlagen aber mangels Konzentration fehl. Dabei bestätigt sich mein Verdacht: Immer dann, wenn der Heli mit Tisch(decke), Bett oder Stuhl Kontakt hat, sich die Rototblätter anlegen und ich die Schrauben nicht nachziehe, macht der Heli Torkelfaxen. Das scheint die Wurzel des Übels zu sein. Auch wenn es in der Anleitung heißt, wegen möglicher Feindberührung die Rotorblätter nicht zu fest anzuziehen, werde ich demnächst die Schrauben zu strammem Sitz verdonnern.
Zusätzlich überlege ich, längs der Rotorblätter mit Filzstift einen Strich anzubringen, der mir das parallele Ausrichten der Blätter erleichtern soll.
Obwohl der Akku noch lange nicht am Ende ist, mache ich für heute erst mal Schluss. Das Gästezimmer ist mir doch nun wirklich zu eng. Beim zweiten beherzten Flug in die Höhe und auf das Gästebett war letzteres schon zu Ende bevor der heli gelandet war. Der Hubi erwischte gerade noch die kante und dann ging's ab gen boden. Eine Holzstrebe des Trainingslandegestells musste dran glauben. Ich werde mir doch in den nächsten Tagen Kohlefaserstreben montieren.