Prolog

Damals

Von meinem ersten angesparten Salär bei der Bundeswehr habe ich mir damals (das müsste so 1988 gewesen sein) einen Verbrenner-Hubi gekauft; aber irgendwie war das ein Krampf: Der Motor zu schwach, sodass er immer auf Vollgas betrieben werden musste, dabei aber extrem schlecht gekühlt wurde. Das Anwerfen war auch extrem umständlich und Gas annehmen und Ausgehen im Leerlauf waren immer problematisch. Dann der Gestank wenn er endlich lief. Mit Hulla-Hoop Reifen drunter kam es nie recht zum Abheben ohne, dass er sich zur Seite rollen wollte. Dazu noch der Heckrotor, der seine besondere Aufmerksamkeit wollte, weil es damals noch keine Kreisel gab. Nach X-fachem Abrollen über den Hula-Hoop Reifen, einschlagen der Rototblätter ins Gras und Absterben des Motors musste dann, wenn der Glühkerzenakku leer war, wieder alles geputzt werden, dann laden und warten auf den nächsten windstillen Tag...
Insgesamt also wenig ermutigend und so verstaubt der Hubi noch immer ohne einen richtigen Hopser gemacht zu haben, bei meinen Eltern im Keller.

Heute

Inzwischen hat sich alles etwas weiter entwickelt: Kleiner, leichter, preiswerter gilt auch bei den Hubis. Wenn man sich die Kinder anschaut, die die Mikro-Helikopter fliegen, dann komt man wieder auf den Appetit. So ging es auch mir.
Also habe ich mich auf dem Markt mal etwas umgeschaut, um es doch noch einmal mit den Wolkenquirlen zu probieren:
In Frage kam also etwas aus der Picollo-Klasse mit ca. 50cm Hauptrotordurchmesser. Beim Stöbern im Internet fand ich dann noch ähnliche Hubis aus Fernost, die deutlich preiswerter waren. Direktimport aus China wollte ich aus folgenden Gründen nicht: Daher suchte ich mir einen deutschen Distributor und bestellte für 119 EUronen ein Komplettset: Dragonfly mit Fixed Pitch und 4 Kanal-Fernsteuerung 40 MHz, NiMH-Akku, Ladegerät, zwei Paar Ersatzrotorblättern und einem Ersatzheckrotor. Zusätzlich downloadbarer Flugsimulator, Interfacekabel und 8 Mignon-Batterien. Wenn man sich dieses "Ready to fly" Paket genau ansieht, erkennt man schon einige Schwachstellen. In Anbetracht des Preises wollte ich aber darüber hinwegsehen: Als günstig sah ich folgende Punkte (neben dem Preis an):

Auspacken

Der Hubschrauber

Er kommt fix- und fertig aus der Packung. Selbst der Akku ist schon montiert. Die Anleitung empfuiehlt, ihn vor Verwendung erstmal 2h mit dem beigefügten Ladegerät zu laden. Meiner war bei Lieferung voll. Ein Laden mit dem Billig-Lader hätte zur Beschädigung des Akkus geführt.

Die Fernsteuerung

Batterien einlegen und los geht's. Positiv aufgefallen ist, dass eine Batteriespannungsanzeige als Bargraph integriert ist. Die funktioniert tatsächlich!
Meine Neugierde bezüglich der Erweiterbarkeit auf sechs Kanäle wurde noch weiter anestachelt, als ich neben den beiden Kipphebelschalten noch einen Taster entdeckte. Also musste gleich der Sender aufgeschraubt werden. Die Ernüchternung kam sofort: Alle Schalter sind ohne Funktion, da ohne Zuleitung! Auch ist auf der Hauptplatine nichts zu finden, was darauf hin deuten könnte, dass man dort noch Anschlüsse zu den Sachaltern anbringen könnte.
Recherche im Internet und die nachfolgende mail vom Distributor lassen die Stimmung noch etwas weiter sinken: Die Fernsteuerung arbeitet mit dem Zhen Hua 5 Byte Protokol und ist nicht kompatibel mit dem "Üblichen". Also nichts mit Wechsel des Senders, wenn ich die RC-Einheit aus Empfänger, Reglern und Gyro nutzen will. Die Alternative wäre, auf Einzelkomponenten umzusteigen. Das soll abererstmal nicht geschehen. Zumindest solange nicht, bis die RC-Box den Geist aufgegeben hat.

An den Simulator anschließen?

Theoretisch soll es gehen, praktisch habe ich es gar nicht erst bis zur letzten Konsequenz versucht, denn ich werden erstmal wie gewohnt meine Futaba FC16 an den Rechner anschließen.
Wenn ich die Dragonfly-Steuerung verwenden möchte, brauche ich PPJoy, das aber nicht für Win98 geschrieben wurde. Einige Treiberbestandteile sind manuell zu installieren und ich habe derzeit noch keine Lust darauf, mich dahinterzuklemmen.

Fliegen

1. Tag
2. Tag
3. Tag
4. Tag, erster Teil

Erstes Resumee

4. Tag, zweiter Teil

Trainingslandegestell

Ein Rumpf muss her

Ich bin hin- und hergerissen, welchen Rumpf ich meinem Heli gönnen soll:
Einen Hughes 300,
eine Bell 222 Rumpf
oder doch eine BK227?
Bei ebay gibt's derzeit (April 05) die Hughes-Haube für 9.99 EUR incl. Porto und die Bell222 wird von Causemann auch regelmäßig eingestellt. und ist derzeit für max. 25 EUR (Sofortkauf) zu haben. Dazu kommen allerdings noch über 7 EUR Versand!
Dennoch sind beide so günstig, dass ich von jedem Rumpf einen besorge. Man will ja schließlich mal wechseln ;-)

Brushless?

Da der Motor noch hält, besteht kein Grund, irgendetwas zu wechseln. warten wir mal ab, wie lange noch...

Technische Daten

Die Massen der Komponenten
Die Abmessungen




To be continued ...