Die Haube des Hughes 300

Bei Stefan Roppelt kaufe ich die Haube über ebay (Man kann ihn aber auch privat kontaktieren). Schon am nächsten Tag ist der Bausatz da. Das nenne ich eine lobenswert schnelle Auftragsbearbeitung!
Der Ausdruck "Bausatz" ist allerdings etwas hochgegriffen, denn er besteht nur aus fünf Teilen: Das ganze wird begleitet von einer kurz gehaltenen Bauanleitung. Da diese für einen unversierten Bastler vielleicht etwas zu mager ausgefallen sein könnte, hier die bebilderte Beschreibung, wie ich meinen Hughes zusammengebaut habe, denn trotz der wenigen Teile gibt es noch einiges zu tun:

Im Schnelldurchgang

Seitenteile beschneiden
Türöffnungen (eigentlich die Fenster in den Türen) ausschneiden
Bodenteil anpassen (Akkuausschnitt)
Verglasung beschneiden und einkleben
Befestigung ausdenken
Tankattrappen montieren
Dekorieren mit Zierstreifen und Beschriftung ganz nach Belieben

Und nun mal langsam...

Erstmal anschauen

Die fertige Haube ist extrem leicht (Stefan spricht von 6g, ich habe sie noch nicht nachgewogen, denke aber mal, dass er damit nicht grob falsch liegt). Das geht natürlich nur, wenn extrem leichtes, d.h. dünnes Material verwendet wird. Es sieht mit sehr nach Schrumpfschlauch aus. Dagegen ist nichts einzuwenden. Nachteilig ist lediglich, dass die Teile aufgrund der geringen Materialstärke extrem wabbelig sind.
Für das Lackieren und das Kleben empfiehlt es sich, die in Betracht kommenden Oberflächen vorher etwas aufzurauhen. Stahlwolle, ein Glasfaserstift o.ä. erscheinen hierfür ratsam.

Vorbereitung

Als ich die Haube -neugierig wie ich bin- provisorisch zusammengesteckt in der Hand halte, stelle ich mir die Frage, wo sie überhaupt sitzen soll. Klar, vorne; aber wie weit vorne und auf welcher Höhe?
Ich suche mir im Internet ein paar Seitenansichten von Originalen heraus und zeichne darüber mit einem Vektorgrafikprogramm die Konturen von Verglasung, Türrahmen, Türen und Fenstern nach. Dann wird alles so skaliert, dass es zu meinem Dragonfly passt. Die Kanzelgröße stimmt nicht hundertprozentig aber doch recht gut mit dem Bausatz überein.
Diese Zeichnung drucke ich einmal "richtig" und einmal spiegelverkehrt aus.

Hughes 300 Skizze Zum Nachmachen: Hier sind die Zeichnungen als PDFs
Wie man der Zeichnung entnehmen kann, muss später der Gyro quer statt längs eingebaut werden.


Los geht's

Wenn man die dünnen Seitenteile darüberlegt, scheint die Skizze durch und man kann von innen her problemlos die Konturen mit einem Filz- oder sogar Bleistift nachzeichnen.
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Danach greife ich zum Skalpell und schneide alles weg, was an Material noch zuviel ist. Dabei muss man etwas vorsichtig sein, um ein Ausrutschen zu vermeiden.
Außerdem ist es etwas pfriemelig, die eine Seite zu schneiden, während die andere Seite im Weg ist.

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Nun wird mal probehalber Maß genommen und ich stelle fest, dass der Akku dort sitzt, wo die Haube auch hinwill. Das lässt sich aber regulieren, indem an der Hinterkante der Bodenpartie etwas Material weggeschnitten wird.

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Anschließend wird die Verglasung angepasst. Oben und unten ist sie an den Außenkanten leicht wellig. Diese Stücke werden beschnitten, da sie sowieso etwas zu groß sind. Ebenso sind die Ecken etwas nach außen gewellt. Das stört später beim Verkleben. Auch hier kann weggeschnitten werden, da leicht übermaßig.

Einkleben der Verglasung

Ich beginne an der linken Seite. Hierzu passe ich zunächst die Verglasung an und markiere dann die Position. Nun wird auf den Türrahmen von oben bis in den unteren Knick hinein Sekundenklebergel aufgetragen und die Haube dort angeklebt. Die Unterseite und die zweite Türe bleiben zunächst noch ohne Kleber.
Man muss etwas aufpassen, dass nicht zuviel gekleckert wird bzw. dort hinkommt, wo es nicht hin soll. Das kann allerdings bei dem wabbeligen Material leicht passieren. Ein zusätzliches Paar helfender Hände wäre hierfür nicht schlecht, aber es geht auch alleine.

Nun soll alles erstmal ausreichend trocknen.

Nach dem Trocknen ist die andere Seite fällig. Damit kein Verzug in die Haube eingebaut wird und sie hinterher wohlmöglich windschief aussieht, wird die Baugruppe erstmal auf den Rücken, d.h. die nicht vorhandene Kabinenrückwand gelegt. Dann wird wieder der -diesmal rechte- Türrahmen mit Sekundenklebergel eingestrichen und die Verglasung angeklebt. Der boden wird immer noch nicht verklebt. Wer möchte, kann dies später nachholen; dann aber von der Innenseite her mit dünflüssigem Sekundenkleber. Dieser kann sich durch Kapillareffekt dann von selber unter die Verglasung ziehen.

Bis hierher sieht's schon recht schick aus, aber die Haube fällt natürlich immer wieder runter. Daher:

Eine Befestigung muss her

Diese soll mit dem ebenso geplanten Bell222-Rumpf kompatibel sein, der ist aber noch nicht geliefert.
Außerdem möchte ich gerne, dass die Tanks irgendwie direkt mit der Haube verbunden sind, um ein einfaches Entfernen der kompletten Karosse zu ermöglichen. Da denke ich mir noch was aus.....

To be continued